Veranstaltungen im Februar

grenzfrei Veranstaltung zu Frontex Zwei infoveranstaltungen, eine Feier, Planungswochenende und natürlich die Festival Treffen …. alles im Februar.
Frontex. Die Abschottung der europäischen Außengrenzen
Dienstag, 15. Februar,  19Uhr im SpecOps (Von-Vinke-Straße 5-7)

Seit 2005 kämpft die Europäische Grenzschutzagentur Frontex gegen so genannte “illegale” Migration nach Europa. Die Behörde ist kaum kontrolliert, wird immer einflussreicher und ist der Vorbote eines europäischen Grenzschutzkorps. Ein Einblick in die Arbeit der Agentur – mit Vortrag, Filmen und Diskussion von Matthias Lehnert. (zu den Videos)

Unschuldig im Gefängnis?! Abschiebehaft am Beispiel der JVA Büren
Mittwoch, 23 Februar, 19:30Uhr in  Der Brücke (Wilmergasse 2)

Über 2.500 Menschen wurden allein 2010 in der JVA Büren inhaftiert, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. …Sie werden festgehalten, weil die Behörden sie abschieben wollen. Viele von ihnen werden in die Krisenregionen dieser Erde geschickt, wo ihnen Verelendung, Folter oder gar der Tod drohen. Was erleben diese Menschen, wenn sie hinter Gittern auf ihre Abschiebung warten und warum werden sie inhaftiert? Über dieses Thema wird Frank Gockel vom Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren [link] berichten. Der Verein hat über 15.000 Menschen seit 1994 in der Abschiebehaft besucht und für sein Engagement 2006 den Aachner Friedenspreis erhalten. Er ist u.a. seit je her ein Sprachrohr der Abschiebehäftlinge.

grenzfrei-feier im club courage
Samstag, 26. Februar, 21 Uhr im club courage (Friedensstraße 42)

Soli-Party für das grenzfrei festival! DJ Quris (Schall und Rausch) legt auf: Hiphop, Soul, Funk, Breaks, MashUps, Electrokram … und alle sind eingeladen: eintritt frei!

die Veranstaltungen im Februar werden freundlich unterstützt vom AStA der Uni Münster

(Die Festival Treffen finden wie gewohnt am 10. und am 25. im DonQui statt)

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Planungswochenende verlegt

Zur Vorbereitung des Grenzfrei Festivals laden wir alle Aktiven aus Münster, Deutschland und der Welt zu einem Vorbereitungstreffen nach Münster ein. Dieses Planungswochenende findet nun eine Woche später als zunächst geplant statt: 26. und 27. Februar 2011. Bitte meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt.

mehr Informationen zum Planungswochenende

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Gedenken an Mohammad Sillah und Opfer rassistischer Gewalt

Demo in Gedenken an Mohammad Sillah und alle Opfer rassistischer Gewalt – Freitag, 14. Januar, 16 Uhr Remscheid Hauptbahnhof

Anlässlich des vierten Todestages des aus Guinea stammenden Flüchtlings Mo­hammad Sillah wird am Freitag, dem 14.01.2011, in Remscheid eine Gedenkdemons­tration stattfinden.

Mohammad Sillah starb am 14. Januar 2007 im Alter von 23 Jahren. Er war Sänger/Song­writer und gab Konzerte in Guinea und später auch in Deutschland. Ein Freund von ihm sagte über seine Musik, sie sei afrikanische Kultur: „Überall, wo ich sie gehört habe, habe ich gesagt, diese Musik bin ich.“
Anfang Januar 2007 litt Mohammad Sillah, der damals in einem Remscheider Flüchtlings­heim lebte, unter starken Schmerzen. Nachdem ihm zunächst der Sachbearbeiter des zuständigen Sozialamts einen Krankenschein verweigert hatte, musste ihn einige Tage später ein anderer afrikanischer Flüchtling zum nahen Krankenhaus tragen, da der Haus­meister des Heims keinen Krankenwagen für ihn rufen wollte. Drei Tage später wurde Mo­hammad nach Essen in eine Klinik verlegt, wo er starb. Die Stadt Remscheid bestreitet bis heute, dass Mohammad Sillah die ärztliche Versorgung verweigert wurde.

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Infoveranstaltung zur Bamako-Dakar-Karawane (13 Januar, 19:30Uhr in der ESG)

Für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung!
Die Bamako-Dakar-Karawane zum Weltsozialforum 2011

Vortrag und Diskussion am Donnerstag, 13. Januar 2011 19:30 in der Aula der ESG, Breul 43

Die Europäische Union gründete 2005 die Grenzschutzagentur FRONTEX, um für die „Festung Europa“ die Kontrolle der Außengrenzen durch Aufklärung von Fluchtwegen und Abwehr der Flüchtenden zu erhöhen. Die Kompetenzen und Reichweite der Agentur wurden seitdem kontinuierlich ausgedehnt. Die „europäischen Grenzen“ werden immer weiter „verschoben“: Auch in Dakar, 1300 km von Europa entfernt, finden FRONTEX-Einsätze gegen Flüchtlingsboote statt. Die EU ist für eine Flüchtlingspolitik verantwortlich, die dazu führte, dass auf den gefährlichen Seewegen von Afrika nach Europa allein zwischen 2006 und 2008 nach vorsichtigen Schätzungen über 10.000 Menschen starben. Und in europäischen Ländern wie Deutschland wird eine Asylpolitik betrieben, die Menschenrechte mit Füßen tritt.
Das Netzwerk Afrique-Europe-Interact, das aus westafrikanischen und europäischen Gruppen besteht, setzt sich für Bewegungsfreiheit ein, aber auch für gerechte Entwicklung. Denn die EU koppelt Entwicklungshilfe an Bedingungen, wie zum Beispiel Unterstützung der westafrikanischen Regierungen bei der Abwehr von Flüchtlingen oder Rückübernahmeabkommen. Gleichzeitig trägt sie mit ihrer aggressiven Wirtschaftspolitik zur Zerstörung lokaler Märkte durch Subventionen, zu steigenden Lebensmittelpreisen und zu Landvertreibungen bei.

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Dokumentarfilm- und Diskussionsabende zu Flucht, Migration und Rassismus

Anfang Dezember zeigen wir zwei Dokumentarfilme:

am Donnerstag, 2. Dezember, 19:30 Uhr, S6 im Schloss:
„Abschiebung im Morgengrauen“

Die Dokumentation begleitet Migrant_innen und Beamt_innen und zeigt so die unmenschliche Absurdität des Alltags in der Ausländerbehörde.

am Montag, 6. Dezember, 19:30 Uhr, S6 im Schloss:
„The Truth Lies in Rostock“, (die Wahrheit liegt/lügt in Rostock)

Diese Dokumentation zeigt, wie sich 1992 die über Monate angeheizte fremdenfeindliche Stimmung in tagelangen Ausschreitungen gegen Migrant_innenunterkünfte entlädt. Wie konnte es dazu kommen und wie ist die Stimmung heute?

vom Plakat gibt es auch eine [PDF-Version]

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Einladung zum Mitgestalten

Wir organisieren ein Festival zu Migration, Flucht, Rassismus. Drei Tage im Sommer 2011, mitten in Münster, draußen, offen, politisch.
Es soll Sprachrohr für selten Gehörte, Migrant_innen, Flüchtlinge, Plattform zur Vernetzung und Forum für alle Interessierten sein.
Und wir möchten Dich einladen dabei zu sein, es mit zu gestalten, Dich einzubringen, dem Festival ein Gesicht zu geben – Ideen, Anregungen, auch kleine Beiträge bereichern das Ganze.

Mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops, politischen Aktionen, Theater, Musik, Kunst und allem, was uns noch einfällt, wollen wir aufmerksam machen, Fragen aufwerfen, anprangern. Wollen Fluchtursachen und Kolonialismus, repressive Migrationspolitik und alltägliche Rassismen sowie europäische Grenzpolitik, Identität und Nationalität thematisieren und Grenzen im Denken überwinden. Das Festival will erlebbar machen, will nicht nur ausgetretene Wege gehen, sondern in unser Zusammenleben wirken.

Wir Treffen uns immer am 10. und am 25. eines Monats und sind offen für neue Menschen und Ideen.

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