Wir wollen in Freiheit und Würde leben! – Donnerstag, 17. November

Wir wollen in Freiheit und Würde leben!

Nous voulons vivre en liberté et dignité!
We want to live in Freedom and Dignity!

Flüchtlinge aus dem Lager Bramsche-Hesepe berichten über ihre Situation und die aktuell andauernden Proteste. Mit Bildern, Videos und Diskussion.

Donnerstag, 17.11.2011, 19.15 Uhr im Schloss (Münster: Schlossplatz 2, Raum S6)

 

Das von Stacheldraht umzäunte und von Sicherheitspersonal bewachte Flüchtlingslager Bramsche-Hesepe kann bis zu 700 Flüchtlinge aufnehmen. Es ist ein totales Isolationssystem, in dem Menschen abgeschlossen von der Gesellschaft und fremdbestimmt leben müssen. Ein solches Leben ist erniedrigend und entmündigend.

Seit Februar protestieren wir gegen diese Bedingungen.

Mehr Infos: lagerhesepe.blogsport.eu

 

Veranstaltet von:

Flüchtlingscommunity Hesepe, NoLager Osnabrück, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen, grenzfrei Münster

 

++ grenzfrei erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der Flüchtlinge aus Bramsche für Würde und Freiheit, für Bewegungsfreiheit, für die Schließung des Lagers und ein selbstbestimmtes Leben! ++

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Redebeitrag von Nurjana

Auf dem grenzfrei-Festival konnte Nurjana leider nicht dabei sein. Ihre Rede wurde auf der Demonstration am 27. Mai vor der Ausländerbehörde verlesen und ist hier noch einmal in voller Länge nachzulesen:

Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freunde und Freundinnen,

ich bin Nurjana, ich komme aus Russland, genauer aus Dagestan, wo seit vielen Jahren Bürgerkriegherrscht. Ich bin 20 Jahre alt und lebe seit meinem 12. Lebensjahr in Deutschland und bin seit ca. 9 Jahren „geduldet“.

Leider kann ich heute nicht hier sein, weil ich von dem Leiter der Ausländerbehörde keine Besuchserluabnis für Münster bekommen habe. Ich habe einen Antrag gestellt und musste auf viele Fragen von der Ausländerbehörde antworten um die Erlaubnis zu bekommen. Auf alle Fragen der Ausländerbehörde habe ich sogar schriftlich geantwortet. Gestern, bekam ich dann eine Antwort, dass ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen darf.

Alle Anträge die ich beim Landkreis bisher gestellt habe (das heißt Antrag auf: Arbeitserlaubnis, auf Taschengeld, auf Kleidungsgutscheine, Bargeld statt Gutscheine, auf Privatwohnung, auf Führerschein, Residenzpflichtbefreiung und so weiter) wurden alle abgelehnt. Für jedes Grundrecht bzw. Grundbedürfnis muss man gegen den Landkreis klagen.

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Mut zum Widerstand – Infoveranstaltung in Osnabrück (17.Mai)

Film „No Lager – Nowhere“
und Infos zum Grenzfrei-Festival

Dienstag, 17. Mai 2011, 19.30 Uhr
Raum 02/108 der Uni  Osnabrück (Seminarstr. 19 a/b)

Lager für Flüchtlinge und Migrant_innen, diese Orte, die auf keiner Landkarte eingezeichnet sind, lassen sich mittlerweile überall in Europa finden. Lager zielen auf Ausgrenzung und Abschreckung, sie dienen der Zurichtung auf die Arbeitsmärkte. Sie produzieren eine Hierarchisierung von Rechten und sind damit zentraler Bestandteil eines globalen Apartheidsystems. Es ist Zeit, neue Karten zeichnen, Landkarten des Widerstandes: die sichtbaren und unsichtbaren Zäune und Mauern laut herunterreißen oder leise unterhöhlen, die Lager und Abschiebeknäste jedenfalls attackieren, in welcher Form auch immer.
Der Film dokumentiert unterschiedlichste Erfahrungen und Aktionen aus acht Ländern: eine Anklage der Betroffenen einerseits, aber vor allem ein Patchwork des Widerstandes, das Mut machen und anregen soll, die Kämpfe gegen das Lagerregime zu intensivieren und über alle Grenzen hinaus bekannt zu machen.
Das Grenzfrei-Festival ist ein antirassistisches Festival, welches vom 27.-29. Mai 2011 in Münster stattfindet (www.grenzfrei-festival.org). Drei Tage mit Diskussion, Workshops, Musik, Kunst, Begegnung und vielem mehr – ermutigen, verstehen, zuhören und verändern. Aus Osnabrück möchten wir gemeinsam mit Flüchtlingen zu dem Festival fahren und freuen uns riesig, wenn möglichst viele von Euch mitkommen! Bei der Veranstaltung gibt’s weitere Infos.

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Auf zum grenzfrei Festival!

Gemeinsam für ein selbstbestimmtes Leben und globale Bewegungsfreiheit eintreten!

Am 27. Mai 2011 um 12 Uhr beginnt das grenzfrei Festival auf dem Schlossplatz in Münster!

Drei Tage mit Diskussion, Workshops, Theater, Musik, Kunst, Begegnung und vielem mehr – ermutigen, verstehen, zuhören und verändern.

 

Wir freuen uns über Unterstützung und Bekanntmachung!

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Sinti und Roma in Europa zu Hause. Ausstellung in der Brücke

Grenzfrei zeigt Kooperation mit der Aktion 302 die Ausstellung “Sinti und Roma in Europa zu Hause”

Um Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in Europa geht es in der Ausstellung die seit dem 25. März  im internationalen Zentrum „Die Brücke“ in der Wilmergasse gezeigt wird. Die Ausstellung des Münchner Flüchtlingsrates widmet sich dabei auch dem Antiziganismus und den vielfältigen Formen gesellschaftlicher Ausschlüsse.

Vor dem Hintergrund der drohenden Abschiebung von Roma aus Münster in den Kosovo wollen die Aktion 302 und grenzfrei auf diese Themen aufmerksam machen.

Ort: Die Brücke, Wilmergasse 2
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 – 18 Uhr
Aktion 302: http://www.aktion302.de/
grenzfrei-festival: http://www.grenzfrei-festival.org/

 

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Aktionstag 22.März

Zum Bundesweiten Aktionstag gegen Asylbewerberleistungsgesetz, „Residenzpflicht“, Lagerisolation und rassistische Sondergesetzgebung finden auch in Bramsche, Osnabrück und Unna Aktionen statt.

  • Bramsche: 10-14 Uhr Stand vor der St. Martinus-Kirche
  • Osnabrück: ab 15 Uhr: Infostand in der Großen Straße vor dem Grünen-Büro (neben dm)
    19 Uhr: öffentliche Vorführung des Films “Ausgelagert” über das Lager in Bramsche in der Großen Straße
  • Unna: 22. März, 11 Uhr, Rathausplatz:  Kundgebung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Mehr Informationen zu Aktionen und dem Hintergrund des Aktionstags am 22. März gibt es auf der Seite   www.kampagne-abolish.info

zu den Aktionen in Bramsche / Osnabrück: http://www.lager-hesepe.de/

zur Aktion in Unna: Aufruf in mehreren Sprachen

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Veranstaltungsaufruf

grenzfrei
selbst bestimmt frei bewegt
antirassistisches festival
münster 27.-29. mai 2011

Die Vorbereitung des grenzfrei-Festivals nimmt Formen an. Wir werden mehr und es wird konkreter. Auf dem vergangenen Planungswochenende haben sich Themenblöcke herauskristallisiert, die den Inhalt des Festivals bilden werden. Das überregionale Festival will hierbei Plattform für Migrant_innen sein, auf bestehende bundesweite Strukturen zurückgreifen und die vielen bereits Aktiven einbinden, aber dabei nicht stehen bleiben, sondern viele neue Menschen mobilisieren, die Vernetzung stärken – und ein Impuls für die Zukunft sein.

Das Festival wird in diesem Frühjahr vom 27.-29. Mai in Münster stattfinden. An mehreren Orten in der Stadt sollen zu vier groben Themenblöcken Workshops, Diskussion, Aktionen, Theater, Kunst und vieles mehr veranstaltet werden – um zu bilden, zu reden, aufmerksam zu machen. Die Themenblöcke werden sein:

  • no lager (Lagersystem, Isolierung, Residenzpflicht, Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Kontakt: nolager(ät)grenzfrei-festival.org
  • no border (Grenzen und Nationalstaaten, Grenzpolitik, Festung Europa, Frontex, etc, Illegalisierung, Fluchtursachen und -hintergründe, (Neo)Kolonialismus, u.a.)
  • Kontakt: noborder(ät)grenzfrei-festival.org
  • no deportation (Abschiebungen und Interventionen, Abschiebehaft, u.a.).
  • Kontakt: bleiben(ät)grenzfrei-festival.org
  • no racism (struktureller Rassismus, Alltagsrassismus, Empowerment)
  • Kontakt: antira(ät)grenzfrei-festival.org

Wir würden uns freuen, wenn viele Leute kleine und größere Beiträge leisten, um das Festival zu einer breiten und bunten Veranstaltung zu machen. Wenn ihr also eine oder mehrere Ideen oder aus anderen Zusammenhang noch etwas in petto habt, dann meldet euch doch bitte baldmöglichst bei den oben genannten Kontaktadressen!

Natürlich soll es auch Musik geben. Wenn ihr also Bands oder Musiker_innen kennt oder seid, die auf dem Festival spielen wollen, oder die wir fragen könnten, dann schreibt uns davon an: kultur(ät)grenzfrei-festival.org

Leider können wir keine Gagen zahlen. Fahrtkosten – bitte haltet sie möglichst gering – möchten wir übernehmen. Für Unterkunft – in Turnhallen, Zelten oder WGs – wird auch gesorgt sein.

Solltet ihr allgemeine Anfragen oder Anregungen haben, dann meldet euch unter: kontak(ät)grenzfrei-festival.org. Weitere Informationen findet ihr unter: www.grenzfrei-festival.org.

Macht mit und tragt dazu bei, das grenzfrei-Festival zu einem großen und gelungenen antirassistischen Zeichen zu machen!

Die gruppe grenzfrei

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Veranstaltungen im Februar

grenzfrei Veranstaltung zu Frontex Zwei infoveranstaltungen, eine Feier, Planungswochenende und natürlich die Festival Treffen …. alles im Februar.
Frontex. Die Abschottung der europäischen Außengrenzen
Dienstag, 15. Februar,  19Uhr im SpecOps (Von-Vinke-Straße 5-7)

Seit 2005 kämpft die Europäische Grenzschutzagentur Frontex gegen so genannte “illegale” Migration nach Europa. Die Behörde ist kaum kontrolliert, wird immer einflussreicher und ist der Vorbote eines europäischen Grenzschutzkorps. Ein Einblick in die Arbeit der Agentur – mit Vortrag, Filmen und Diskussion von Matthias Lehnert. (zu den Videos)

Unschuldig im Gefängnis?! Abschiebehaft am Beispiel der JVA Büren
Mittwoch, 23 Februar, 19:30Uhr in  Der Brücke (Wilmergasse 2)

Über 2.500 Menschen wurden allein 2010 in der JVA Büren inhaftiert, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. …Sie werden festgehalten, weil die Behörden sie abschieben wollen. Viele von ihnen werden in die Krisenregionen dieser Erde geschickt, wo ihnen Verelendung, Folter oder gar der Tod drohen. Was erleben diese Menschen, wenn sie hinter Gittern auf ihre Abschiebung warten und warum werden sie inhaftiert? Über dieses Thema wird Frank Gockel vom Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren [link] berichten. Der Verein hat über 15.000 Menschen seit 1994 in der Abschiebehaft besucht und für sein Engagement 2006 den Aachner Friedenspreis erhalten. Er ist u.a. seit je her ein Sprachrohr der Abschiebehäftlinge.

grenzfrei-feier im club courage
Samstag, 26. Februar, 21 Uhr im club courage (Friedensstraße 42)

Soli-Party für das grenzfrei festival! DJ Quris (Schall und Rausch) legt auf: Hiphop, Soul, Funk, Breaks, MashUps, Electrokram … und alle sind eingeladen: eintritt frei!

die Veranstaltungen im Februar werden freundlich unterstützt vom AStA der Uni Münster

(Die Festival Treffen finden wie gewohnt am 10. und am 25. im DonQui statt)

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Planungswochenende verlegt

Zur Vorbereitung des Grenzfrei Festivals laden wir alle Aktiven aus Münster, Deutschland und der Welt zu einem Vorbereitungstreffen nach Münster ein. Dieses Planungswochenende findet nun eine Woche später als zunächst geplant statt: 26. und 27. Februar 2011. Bitte meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt.

mehr Informationen zum Planungswochenende

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Gedenken an Mohammad Sillah und Opfer rassistischer Gewalt

Demo in Gedenken an Mohammad Sillah und alle Opfer rassistischer Gewalt – Freitag, 14. Januar, 16 Uhr Remscheid Hauptbahnhof

Anlässlich des vierten Todestages des aus Guinea stammenden Flüchtlings Mo­hammad Sillah wird am Freitag, dem 14.01.2011, in Remscheid eine Gedenkdemons­tration stattfinden.

Mohammad Sillah starb am 14. Januar 2007 im Alter von 23 Jahren. Er war Sänger/Song­writer und gab Konzerte in Guinea und später auch in Deutschland. Ein Freund von ihm sagte über seine Musik, sie sei afrikanische Kultur: „Überall, wo ich sie gehört habe, habe ich gesagt, diese Musik bin ich.“
Anfang Januar 2007 litt Mohammad Sillah, der damals in einem Remscheider Flüchtlings­heim lebte, unter starken Schmerzen. Nachdem ihm zunächst der Sachbearbeiter des zuständigen Sozialamts einen Krankenschein verweigert hatte, musste ihn einige Tage später ein anderer afrikanischer Flüchtling zum nahen Krankenhaus tragen, da der Haus­meister des Heims keinen Krankenwagen für ihn rufen wollte. Drei Tage später wurde Mo­hammad nach Essen in eine Klinik verlegt, wo er starb. Die Stadt Remscheid bestreitet bis heute, dass Mohammad Sillah die ärztliche Versorgung verweigert wurde.

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