Demo am 14.7., 14 Uhr in Münster: Solidarität mit allen kämpfenden Flüchtlingen

In Solidarität mit den kämpfenden Flüchtlingen in Osnabrück / Bramsche, Würzburg und überall rufen wir zu einer antirassistischen Demonstration auf:

Samstag, 14. Juli, 14 Uhr vor dem Stadthaus 1 (Klemensstraße)
Demoaufruf, Infos und Route: www.grenzfrei.org

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Solidaritätserklärung mit Vahid Firouz und allen Opfern von institutionellem Rassismus

Am 24. Juni 2012 beging Vahid Firouz im Lager Bramsche-Hesepe
einen Selbstmordversuch. Er lebt seit zehn Monaten in diesem Lager, sein Asylgesuch wurde bereits zwei Mal abgelehnt.
Das Lager Bramsche-Hesepe besteht seit dem Jahr 2000. Seither gibt es immer wieder Proteste gegen die Unterbringung im Lager, gegen das schlechte Essen, die mangelnde medizinische Versorgung, die Isolation, etc. Ein menschenwürdiges Leben ist unter diesen Bedingungen der Unterdrückung und Fremdbestimmung nicht möglich. Das treibt Menschen in die Verzweiflung. Lager sind Ausdruck politisch gewollter Ausgrenzung und Unterdrückung von Flüchtlingen. Lager machen krank!
Wir, von der Gruppe grenzfrei Münster, erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit Vahid Firouz und allen Opfern von institutionellem Rassismus, sowie ihren Protesten. Der Selbstmordversuch von Vahid Firouz zeigt einmal mehr, dass die menschenverachtende Asyl- und Grenzpolitik Deutschlands und der EU Menschenleben zerstört – darüber sind wir bestürzt und wütend!
Das Lager muss weg, jetzt sofort!
Euer Kampf ist unser Kampf!
No border, no nation!
Bewegungsfreiheit für alle!
Mehr Infos: http://lagerhesepe.blogsport.eu/

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Zur Kritik der Migrationspolitik – No Border und Kritische Theorie

Seit Jahrzehnten verschärfen die Industriestaaten des Globalen Nordens ihre Migrationskontrollen. Tausende von Toten fordert ihr unerklärter Krieg gegen Flüchtlinge und Wanderarbeiter_innen Jahr für Jahr. Obgleich es ihnen nicht gelingt, die subalterne Mobilität zu stoppen, illegalisieren und entrechten sie Millionen. Sie überziehen die Erde mit Visaregimen, Abschiebeknästen und biometrischen Kontrollen und sie träumen davon, menschliche Mobilität zu ,managen’. Scheinbar konse-quenzlos nehmen sie die tödlichen Folgen in Kauf. Der gedankenlose Eifer mit dem sie dies tun, irritiert und verstört.

Seit Jahrzehnten kritisieren nicht nur linksliberale NGOs und Wissenschaftler_innen diese Politik im Namen von Flüchtlingsschutz und Menschenrechten. Dabei affirmieren sie Migrationskontrollen als grundsätzlich legitim. Sie fordern, die Kontrollen mit Geist und Buchstaben der Menschenrechte in Übereinstimmung zu bringen. Doch ihre “sentimental humanitäre Sprache”, so formulierte schon Hannah Arendt polemisch, unterscheidet “sich oft nur um ein geringes von den Broschüren der Tierschutzvereine”. Migrantische Basisorganisationen und antirassistische Gruppen kritisieren radikaler. Sie fordern „Papiere für Alle“ und „No Border! No Nation!“. Im Gegensatz zur Forderung nach „Flüchtlingsschutz“ stellen sie Migrationskontrollen grundlegend in Frage. Ihr Ziel ist die Abschaffung nationalstaatlicher Grenzen, globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle überall.

Was diese Forderungen genau bedeuten, ist innerhalb der antirassistischen Bewegung umstritten – und oft wohl auch unklar. Wie kann man sich eine „Welt ohne Grenzen“ vorstellen? Wie begründet man dieses Ziel gegen die unweigerliche Ablehnung? In welchem Verhältnis steht der linksliberale Appell an Menschen- und Flüchtlingsrechte zur No Border-Kritik? Wie hängen Migrationskontrollen und Kapitalismus zusammen und wie somit die Kämpfe gegen sie? Der Vortrag nimmt die Kritische Theorie der Frankfurter Schule zum Ausgangspunkt, um sich Antworten auf diese Fragen zu nähern.

Zudem wird es Informationen zum Noborder-Camp in Köln/ Düsseldorf geben (13.-22. Juli 2012)

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Wir wollen in Freiheit und Würde leben! – Donnerstag, 17. November

Wir wollen in Freiheit und Würde leben!

Nous voulons vivre en liberté et dignité!
We want to live in Freedom and Dignity!

Flüchtlinge aus dem Lager Bramsche-Hesepe berichten über ihre Situation und die aktuell andauernden Proteste. Mit Bildern, Videos und Diskussion.

Donnerstag, 17.11.2011, 19.15 Uhr im Schloss (Münster: Schlossplatz 2, Raum S6)

 

Das von Stacheldraht umzäunte und von Sicherheitspersonal bewachte Flüchtlingslager Bramsche-Hesepe kann bis zu 700 Flüchtlinge aufnehmen. Es ist ein totales Isolationssystem, in dem Menschen abgeschlossen von der Gesellschaft und fremdbestimmt leben müssen. Ein solches Leben ist erniedrigend und entmündigend.

Seit Februar protestieren wir gegen diese Bedingungen.

Mehr Infos: lagerhesepe.blogsport.eu

 

Veranstaltet von:

Flüchtlingscommunity Hesepe, NoLager Osnabrück, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen, grenzfrei Münster

 

++ grenzfrei erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der Flüchtlinge aus Bramsche für Würde und Freiheit, für Bewegungsfreiheit, für die Schließung des Lagers und ein selbstbestimmtes Leben! ++

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Redebeitrag von Nurjana

Auf dem grenzfrei-Festival konnte Nurjana leider nicht dabei sein. Ihre Rede wurde auf der Demonstration am 27. Mai vor der Ausländerbehörde verlesen und ist hier noch einmal in voller Länge nachzulesen:

Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Freunde und Freundinnen,

ich bin Nurjana, ich komme aus Russland, genauer aus Dagestan, wo seit vielen Jahren Bürgerkriegherrscht. Ich bin 20 Jahre alt und lebe seit meinem 12. Lebensjahr in Deutschland und bin seit ca. 9 Jahren „geduldet“.

Leider kann ich heute nicht hier sein, weil ich von dem Leiter der Ausländerbehörde keine Besuchserluabnis für Münster bekommen habe. Ich habe einen Antrag gestellt und musste auf viele Fragen von der Ausländerbehörde antworten um die Erlaubnis zu bekommen. Auf alle Fragen der Ausländerbehörde habe ich sogar schriftlich geantwortet. Gestern, bekam ich dann eine Antwort, dass ich an der Veranstaltung nicht teilnehmen darf.

Alle Anträge die ich beim Landkreis bisher gestellt habe (das heißt Antrag auf: Arbeitserlaubnis, auf Taschengeld, auf Kleidungsgutscheine, Bargeld statt Gutscheine, auf Privatwohnung, auf Führerschein, Residenzpflichtbefreiung und so weiter) wurden alle abgelehnt. Für jedes Grundrecht bzw. Grundbedürfnis muss man gegen den Landkreis klagen.

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Mut zum Widerstand – Infoveranstaltung in Osnabrück (17.Mai)

Film „No Lager – Nowhere“
und Infos zum Grenzfrei-Festival

Dienstag, 17. Mai 2011, 19.30 Uhr
Raum 02/108 der Uni  Osnabrück (Seminarstr. 19 a/b)

Lager für Flüchtlinge und Migrant_innen, diese Orte, die auf keiner Landkarte eingezeichnet sind, lassen sich mittlerweile überall in Europa finden. Lager zielen auf Ausgrenzung und Abschreckung, sie dienen der Zurichtung auf die Arbeitsmärkte. Sie produzieren eine Hierarchisierung von Rechten und sind damit zentraler Bestandteil eines globalen Apartheidsystems. Es ist Zeit, neue Karten zeichnen, Landkarten des Widerstandes: die sichtbaren und unsichtbaren Zäune und Mauern laut herunterreißen oder leise unterhöhlen, die Lager und Abschiebeknäste jedenfalls attackieren, in welcher Form auch immer.
Der Film dokumentiert unterschiedlichste Erfahrungen und Aktionen aus acht Ländern: eine Anklage der Betroffenen einerseits, aber vor allem ein Patchwork des Widerstandes, das Mut machen und anregen soll, die Kämpfe gegen das Lagerregime zu intensivieren und über alle Grenzen hinaus bekannt zu machen.
Das Grenzfrei-Festival ist ein antirassistisches Festival, welches vom 27.-29. Mai 2011 in Münster stattfindet (www.grenzfrei-festival.org). Drei Tage mit Diskussion, Workshops, Musik, Kunst, Begegnung und vielem mehr – ermutigen, verstehen, zuhören und verändern. Aus Osnabrück möchten wir gemeinsam mit Flüchtlingen zu dem Festival fahren und freuen uns riesig, wenn möglichst viele von Euch mitkommen! Bei der Veranstaltung gibt’s weitere Infos.

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Auf zum grenzfrei Festival!

Gemeinsam für ein selbstbestimmtes Leben und globale Bewegungsfreiheit eintreten!

Am 27. Mai 2011 um 12 Uhr beginnt das grenzfrei Festival auf dem Schlossplatz in Münster!

Drei Tage mit Diskussion, Workshops, Theater, Musik, Kunst, Begegnung und vielem mehr – ermutigen, verstehen, zuhören und verändern.

 

Wir freuen uns über Unterstützung und Bekanntmachung!

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Sinti und Roma in Europa zu Hause. Ausstellung in der Brücke

Grenzfrei zeigt Kooperation mit der Aktion 302 die Ausstellung “Sinti und Roma in Europa zu Hause”

Um Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in Europa geht es in der Ausstellung die seit dem 25. März  im internationalen Zentrum „Die Brücke“ in der Wilmergasse gezeigt wird. Die Ausstellung des Münchner Flüchtlingsrates widmet sich dabei auch dem Antiziganismus und den vielfältigen Formen gesellschaftlicher Ausschlüsse.

Vor dem Hintergrund der drohenden Abschiebung von Roma aus Münster in den Kosovo wollen die Aktion 302 und grenzfrei auf diese Themen aufmerksam machen.

Ort: Die Brücke, Wilmergasse 2
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 – 18 Uhr
Aktion 302: http://www.aktion302.de/
grenzfrei-festival: http://www.grenzfrei-festival.org/

 

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Aktionstag 22.März

Zum Bundesweiten Aktionstag gegen Asylbewerberleistungsgesetz, „Residenzpflicht“, Lagerisolation und rassistische Sondergesetzgebung finden auch in Bramsche, Osnabrück und Unna Aktionen statt.

  • Bramsche: 10-14 Uhr Stand vor der St. Martinus-Kirche
  • Osnabrück: ab 15 Uhr: Infostand in der Großen Straße vor dem Grünen-Büro (neben dm)
    19 Uhr: öffentliche Vorführung des Films “Ausgelagert” über das Lager in Bramsche in der Großen Straße
  • Unna: 22. März, 11 Uhr, Rathausplatz:  Kundgebung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Mehr Informationen zu Aktionen und dem Hintergrund des Aktionstags am 22. März gibt es auf der Seite   www.kampagne-abolish.info

zu den Aktionen in Bramsche / Osnabrück: http://www.lager-hesepe.de/

zur Aktion in Unna: Aufruf in mehreren Sprachen

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Veranstaltungsaufruf

grenzfrei
selbst bestimmt frei bewegt
antirassistisches festival
münster 27.-29. mai 2011

Die Vorbereitung des grenzfrei-Festivals nimmt Formen an. Wir werden mehr und es wird konkreter. Auf dem vergangenen Planungswochenende haben sich Themenblöcke herauskristallisiert, die den Inhalt des Festivals bilden werden. Das überregionale Festival will hierbei Plattform für Migrant_innen sein, auf bestehende bundesweite Strukturen zurückgreifen und die vielen bereits Aktiven einbinden, aber dabei nicht stehen bleiben, sondern viele neue Menschen mobilisieren, die Vernetzung stärken – und ein Impuls für die Zukunft sein.

Das Festival wird in diesem Frühjahr vom 27.-29. Mai in Münster stattfinden. An mehreren Orten in der Stadt sollen zu vier groben Themenblöcken Workshops, Diskussion, Aktionen, Theater, Kunst und vieles mehr veranstaltet werden – um zu bilden, zu reden, aufmerksam zu machen. Die Themenblöcke werden sein:

  • no lager (Lagersystem, Isolierung, Residenzpflicht, Asylbewerberleistungsgesetz)
  • Kontakt: nolager(ät)grenzfrei-festival.org
  • no border (Grenzen und Nationalstaaten, Grenzpolitik, Festung Europa, Frontex, etc, Illegalisierung, Fluchtursachen und -hintergründe, (Neo)Kolonialismus, u.a.)
  • Kontakt: noborder(ät)grenzfrei-festival.org
  • no deportation (Abschiebungen und Interventionen, Abschiebehaft, u.a.).
  • Kontakt: bleiben(ät)grenzfrei-festival.org
  • no racism (struktureller Rassismus, Alltagsrassismus, Empowerment)
  • Kontakt: antira(ät)grenzfrei-festival.org

Wir würden uns freuen, wenn viele Leute kleine und größere Beiträge leisten, um das Festival zu einer breiten und bunten Veranstaltung zu machen. Wenn ihr also eine oder mehrere Ideen oder aus anderen Zusammenhang noch etwas in petto habt, dann meldet euch doch bitte baldmöglichst bei den oben genannten Kontaktadressen!

Natürlich soll es auch Musik geben. Wenn ihr also Bands oder Musiker_innen kennt oder seid, die auf dem Festival spielen wollen, oder die wir fragen könnten, dann schreibt uns davon an: kultur(ät)grenzfrei-festival.org

Leider können wir keine Gagen zahlen. Fahrtkosten – bitte haltet sie möglichst gering – möchten wir übernehmen. Für Unterkunft – in Turnhallen, Zelten oder WGs – wird auch gesorgt sein.

Solltet ihr allgemeine Anfragen oder Anregungen haben, dann meldet euch unter: kontak(ät)grenzfrei-festival.org. Weitere Informationen findet ihr unter: www.grenzfrei-festival.org.

Macht mit und tragt dazu bei, das grenzfrei-Festival zu einem großen und gelungenen antirassistischen Zeichen zu machen!

Die gruppe grenzfrei

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